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DAMALS WIE HEUTE

Liebes Tagebuch,

Es ist lange her, dass ich dir geschrieben habe.

„Damals“, als ich jung war, klein. Als ich noch jemand war, an die ich mich kaum noch erinnern kann. 

Mir hat es gefallen, dir zu schreiben. Das weiß ich noch.

Und dennoch brach der Kontakt zu dir irgendwann ab. Ich glaube ich wurde zu alt für dich. Irgendwann schreibt man halt kein Tagebuch mehr. Da wächst man raus, so kam es mir vor.

Also herrschte Funkstille zwischen uns, viele, viele Jahre lang.

Seit ich Lizbeth bin, also ich bin schon noch Julia, aber nicht mehr nur, also… naja, das Thema vertiefen wir besser ein anderes mal, habe ich gemerkt, wie gut es mir tut, mir Dinge, egal wie schön oder traurig sie sind, von der Seele zu schreiben.

Gedanken in Worte zu formen und schwarz auf weiß vor mir zu sehen, hilft mir irgendwie. Und da bist du mir plötzlich wieder eingefallen, mein Tagebuch, mein alter, sehr geschätzter und treuer Freund.

Und so frage ich dich: wollen wir zwei es noch einmal versuchen? Magst du mir wieder Raum geben für all meine unsinnigen und konfusen Gedanken? Raum für meine Emotionen, egal in welche Richtung sie gerade wieder ausarten? Raum für mich?

Ich weiß, du sagst ja. Denn, seien wir mal ehrlich, dafür bist du nun mal da.

Also, liebes Tagebuch, du liest nun wieder öfter von mir und vermutlich wirst du dich wundern, was aus der jungen und kleinen Julia mittlerweile geworden ist.

Möglicherweise wirst du ungläubig den Kopf schütteln. Möglicherweise wirst du stolz nicken. So oder so, du wirst mich kennenlernen.

Und das meine ich nicht bedrohlich. Jedenfalls nicht ganz.

Bis bald liebes Tagebuch!

Deine Julia

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