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Ist es Schicksal?

Ich habe dir vertraut.

Vertraut.

Darauf, dass du es immer gut mit mir meinst.

Allem einen Sinn verleihst.

Mich daran glauben lässt, dass alles gut wird.

Am Ende alles gut ist.

Am Ende.

Du hast mich enttäuscht.

Mehr als das.

Du hast meine, sich im festen Muster, rotierende Welt ins Wanken gebracht.

Du hast sie aus den Fugen gehoben.

Als sei sie eine leichte Feder.

Als sei sie nichts.

Nichts.

So oft hast du mir geholfen über schwere Zeiten hinweg zu kommen.

Weil ich in dir für alles die Antwort fand.

Die Antwort auf Fragen, für die ich keine Antwort fand..

Du warst mein Halt.

Du warst es.

Doch du hast mich von dir weggestoßen.

Am Rand einer Klippe hast du mich hinuntergeschubst.

Du hast mich dabei nicht mal angesehen.

Dein Gesicht mir nicht gezeigt.

Meine Augen waren weit aufgerissen als ich fiel.

Vor Entsetzen, vor Unverständnis, vor Enttäuschung.

Ich fiel viele, viele Stunden. Eine unendlich lange Zeit.

Der Aufprall war hart, unerträglich hart.

Mein Herz zerbrach.

Ich zerbrach.

Dort unten hast du mich liegen gelassen.

Hast dich nicht um mich geschert.

Du hast einfach weitergemacht und mich alleine zurückgelassen in diesem dunklen, beängstigenden Loch.

Ich habe dir vertraut.

Und als ich es am Meisten gebraucht habe, war der Glaube an dich plötzlich weg.

Und damit der Glaube daran, dass du es immer gut mit mir meinst.

Allem einen Sinn verleihst.

Der Glaube daran, dass alles gut werden wird.

Am Ende alles gut ist.

Am Ende.

Ich habe auf das Schicksal vertraut.

Mein ganzes Leben lang habe ich auf dich, Schicksal, vertraut.

Du warst meine Antwort auf Fragen, für die es keine Antwort gab.

Du warst mein Halt.

Du warst es.

Doch dann gab es diesen einen Moment.

Ein Windhauch, der zum Sturm wurde.

Ein Sturm, der Welten ins Wanken brachte, sie aus den Fugen hob, als seien sie leichte Federn.

Als seien sie nichts.

Nichts.

Wir hatten nichts entgegen zu setzen.

Du hast uns keine Chance gegeben.

Du hast uns die Klippe hinunter gestoßen.

Hast uns viele Stunden fallen lassen. Eine unerträglich lange Zeit.

Hast uns hart aufprallen lassen.

Hast Herzen zerbrechen lassen.

Menschen zerbrechen lassen.

Seit dem ist nichts mehr wie vorher.

Nichts mehr.

Seit dem führt eine Familie einen Kampf, bei dem es nicht mehr ums Gewinnen geht.

Es geht darum, zu leben, zu überleben, nicht zu verlieren, sich nicht zu verlieren.

Eisern und stetig versuchen wir unsere Welt wieder gerade zu rücken.

Sie in die Fugen zurück zu setzen.

Doch mit dem kleinsten Windhauch wirbeln wir durcheinander wie Federn.

Haltlos. Kraftlos. Chancenlos. Dir ausgeliefert.

Wir tanzen im Wind während wir unaufhaltsam versuchen Antworten zu finden, auf Fragen, für die es keine Antworten gibt.

Lösungen zu finden, für Probleme, für die es keine Lösungen gibt.

Schicksal, du hast uns übel mitgespielt.

Du hast unser Leben auf eine Weise verändert, wie wir es niemals geglaubt hätten.

Ich dachte du seist ein mieser Verräter.

Ich dachte du seist ein Verräter.

Doch ich habe erkannt, dass ich nicht auf Antworten warten darf.

Denn im größten Sturm wurden Hände gereicht, die sich seit dem nicht mehr losgelassen haben.

Du hast mir gezeigt, dass es selbst im großen Sturm Hoffnung gibt und man die Liebe in einem Ausmaß spüren kann, wie niemals zuvor.

Und ich habe begriffen, selbst wenn ich dich nicht verstehen kann, ich den Glauben an dich nicht verlieren darf.

Den Glauben daran, dass du es immer gut mit mir und mit uns meinst.

Allem einen Sinn verleihst.

Den Glauben daran, dass alles gut werden wird.

Am Ende alles gut ist.

Am Ende.

Ich darf den Glauben nicht verlieren.

Denn was bleibt mir dann noch?

Also habe ich dir den Weg frei gemacht.

Ich habe meine Welt genommen und die meiner Familie, habe sie in deine Hände gelegt, dich darum gebeten, auf sie aufzupassen und dafür zu sorgen, sie wieder gerade zu rücken, sie wieder in ihre Fugen zu setzen.

Ich habe sie dir in deine Hände gelegt.

Und während wir durch die Luft wirbelten, weder Antworten hatten, noch Lösungen fanden, da hast du uns jemanden gebracht.

Jemanden, den nur du uns bringen konntest. Du, das Schicksal.

Uns stupste ein Herz an. Ein Herz, so schön, wie wir es noch nie gesehen hatten.

Und wir wussten, auch wenn du uns bitterböse enttäuscht hast, so werden wir den Glauben an dich dennoch an unserer Seite brauchen.

Weil wir ohne dich nicht leben können.

Nicht ohne den Glauben an dich leben können.

Unsere Welt wankt noch immer.

Und wir kämpfen noch immer.

Und wir wissen, dass uns die nächste Zeit noch auf harte Proben stellen wird.

Aber wir sind bereit.

Wir halten uns an den Händen und sind bereit.

Vielleicht wirst du uns nie die Antworten auf unsere Fragen geben, nie die Lösungen für unsere Probleme aufzeigen.

Vielleicht werden wir auch nie den Sinn verstehen, warum du Herzen so zerbrechen lässt.

Aber wir möchten hoffen, dass am Ende alles gut wird.

Alles gut ist.

Am Ende.

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