… und damit melde ich mich zurück… zurück aus Wien! 🥳
Dort habe ich die letzte Woche verbracht und habe es wieder so genossen in meiner Seelenstadt zu sein. 🥰
Was für andere eine einsame Insel irgendwo im nirgendwo ist, ist für mich Wien.
Während der eine es genießt, fernab von Trubel zu entspannen, komme ich inmitten dieses Trubels erst so richtig runter.
Ich genieße die Anonymität, obwohl… als mich die Mitarbeiterin des Hotels nach jetzt über 1,5 Jahren wiedersah und mir „Ich kenne Sie, aber Sie haben eine neue Brille!“ entgegen rief auf Englisch mit einem brasilianischen Akzent, fand ich das doch ziemlich nett. Und als ich einen Laden besuchte, bei dem die Inhaberin beim letzten Mal vor über einem Jahr von meinen Haaren und meinem bunten Stil schwärmte und sie mir sagte, dass sie gerade neue Sachen bekommen habe und dabei an mich denken musste, musste ich sehr grinsen.
Und als Herr König zu mir rüber sah und mich entdeckte, als ich ihn, wie bei jedem meiner Wien-Aufenthalte im Kunsthistorischen Museum besuchte, er zu strahlen und zu lächeln begann, ging mir mein Herz auf.
Also ja, so ganz anonym ist es in Wien gar nicht (mehr).
Dennoch… Wien ist der Ort an dem ich einfach ich sein kann.
Keine Lizbeth, keine Ehefrau, keine Tochter, keine Freundin, keine Hundemama. Ich brauche keine Rücksicht nehmen, mich nach nichts und niemandem richten… bis auf die Öffnungszeiten von Läden und Frühstücks-Cafés. Meine Uhr trage ich dort nur, damit sie mein Handy findet, wenn ich wieder nicht weiß, wo ich es hingelegt habe.
Ich mache jeden Tag, wonach mir der Sinn steht, richte meinen Tag nicht nach den Malzeiten der Hunde aus (auch wenn ich den inneren Wecker zu den üblichen Uhrzeiten nicht ganz abstellen kann) und schlafe ohne „Mama-Ohr“.
Manchmal stehe ich morgens auf und habe keine Idee, was ich den Tag über in dieser riesigen Stadt mit ihren 100.000 Möglichkeiten machen soll.
Keinen Plan. Keine to-do-Liste. Für mich ist das Luxus.
Und auch, wenn ich das hier und da wirklich brauche, so komme ich auch immer wieder gerne nach Hause zurück.
Ich mag meinen Alltag. Ich mag es, Lizbeth zu sein, Ehefrau, Tochter, Freundin, Hundemama. Mit allem, was dazugehört.
Aber ich neige dazu, mich dabei immer wieder zu vergessen und mich irgendwann ganz hinten anzustellen.
Diese Reisen nach Wien holen mich zurück und bringen mich wieder „nach vorne“.
Sie machen mich stark, alleine reisen macht mich stark.
Probleme alleine zu lösen, sich alleine durchzuschlagen, bei Fremden um Hilfe zu bitten und Ängste nicht nur anzunehmen, sondern ihnen alleine die Stirn zu bieten, macht mich stark.
Meine erste Reise alleine, damals nach Leipzig, verlief noch ganz anders. Damals war ich voller Ängste, die immer wieder die Oberhand gewannen. Einen reservierten Sitzplatz in einem überfülltem Zug mit überfülltem Koffer zu finden und den auch für sich beanspruchen – keine Chance.
Heute steige ich sogar in einen Flieger, obwohl mir das Angst macht und ich mich kaum traue, mich während des Flugs zu bewegen, aus Sorge, das Flugzeug könnte dadurch in Turbulenzen geraten.
Aber ich mache es dennoch, weil ich entschieden habe, das keine meiner Ängste so eine Macht bekommt, dass sie mich daran hindert zu tun, was ich tun möchte und was mir gut tut.
Die Anziehungskraft meiner Seelenstadt ist stärker als jede Angst. ☺️
Kurze Story – lang erzählt:
Ich bin wieder da. Und jeder, der hier nun aufmerksam mitgelesen hat, weiß, dass damit nicht nur die gestrige Ankunft in Frankfurt gemeint ist. 😉
Ich freue mich auf die nächsten Wochen, die ganz im Zeichen davon stehen, dass ich auch mit und für „Lizbeth“ endlich wieder ganz da sein möchte.
Ich freue mich auf die ersten „neuen“ Shootings, die so sind, wie man meine Shootings kennt und doch irgendwie anders.
Ich freue mich auf das, was kommt.
Und darauf, euch dabei mitzunehmen.
Wie ich es viele Jahre gemacht habe.
Ich habe das vermisst.
Ich habe euch vermisst. ❤️
Erzähl, wie geht es dir?
Hast du auch eine Seelenstadt oder einen Seelenort?
Und was macht ihn dazu?
Hier siehst du mich auf dem Rückflug von Wien. Ja, ich mag das Fliegen nicht, aber aus dem Fenster die Landschaft zu beglotzen, das mag ich dennoch sehr. 😉


