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Heiße Nächte

„Mein Gott ist das heiß!“, schießt plötzlich in mein Hirn und schaltet dort gleichzeitig das Licht an.

„Good Morning! Sicher Zeit aufzustehen! Hast du eigentlich daran gedacht, gestern Abend die Kerze auszumachen? Und warum hast du denn gestern nicht den Schornsteinfeger wie vereinbart angerufen. Wieder vergessen, wa?!“, säuselt mein Hirn.

Nee, nix Good Morning! Und sei still jetzt, du blödes Hirn!

Ich brauche einen Moment, so 1,3 Sekunden, um die Situation zu analysieren.

Ich liege auf dem Bauch. Schräg irgendwie. Beide Arme dicht am Körper. Rücken aua.

Dank Emmy links und Luke rechts befinde ich mich wieder in meinem Bettwäsche-Kokon, der mir dieses Mal bis fast zum Kinn reicht.

Diese Hitze…

Ich puhle den linken Arm unter der Bettdecke hervor und krame nach meinem Handy.

Augen AUFMACHEN.

Tiefnachtschwarze Dunkelheit.

Handy ANMACHEN.

Verdammte Scheiße ist das Display hell.

Augen ZUSAMMENKNEIFEN.

Vermutlich bin ich nun blind und wache das nächste Mal ohne Augenlicht auf.

Nee, geht doch noch.

Mit fast verschlossenen Augen versuchen den Heligkeitsregler zu finden.

Klappt sogar nach dem 4. Anlauf, nachdem sich die Augen schon an das verdammt helle Display gewöhnt haben.

2:13 Uhr

Ich seufze oder stöhne oder beides und lasse meinen Kopf auf’s Kopfkissen fallen.

„Goooohooood Mooorning! Hast du eigentlich das Geschenk noch bestellt, nee oder? Dann mach das mal nachher, sonst wird das doch wieder viel zu knapp alles…“, sagt mein Hirn.

Neeee, nix! Schlafen will ich. Einschlafen. Sofort!!!

Lass mich schlafen, doofes Hirn.

Mein Hirn ist kurz wieder still.

Vermutlich ist es nun kurz vorm Hitzetod, denn es ist einfach sooooo heiß unter der Decke in meinem Bettwäsche-Kokon.

Ich lasse meinen linken Arm außerhalb der Decke aus dem Bett hängen.

Diese kühle Luft.

Man tut das gut.

Ich seufze oder stöhne oder beides, wieder.

Und glaube doch tatsächlich, dass ich in 2 Atmensequenzen wieder im Schli-Schla-Schlummerland sein werde.

Doch da klopft das Hirn nett und vorsichtig an….

„Ich will dich ja echt nicht stören, aber… stell’ dir mal vor…. stell dir nur mal vor… da berührt dich gleich etwas an deiner Hand, die da die Matrazengrenze überschritten hat und über dem Boden hängt….. Stell’s dir nur mal vor…“

Das Hirn spinnt! Nichts und niemand wird mich an meiner Hand berühren. Schwachsinn ist das. Es sucht wieder nur einen Grund mich zu nerven. Ich bin doch kein Kind mehr. Ich bin 35 und quasi so fast eine gestandene Frau. Und da glaubt man nicht mehr an Monster unter dem Bett oder im Schrank!

……………….

Ich stelle es mir vor.

…………….

Verdammt.

Und ziehe die Hand und den dazugehörigen Arm wieder mühevoll unter die Decke.

Ich seufze oder stöhne oder beides, schon wieder.

Hunde wecken, runter schupsen, weg schieben… Keine Option! Natürlich nicht. Bin ja kein Unfrauchen.

Das sterbe ich hier nun eben den Hitzetod.

Hauptsache die 2 können schlafen.

Aaaaah, die Beine….

Ich stupse mit den Beinen die Decke weg, so dass nun zumindest das linke Bein frei liegt. Durch den Kokon hat sich das Bein des Schlafanzugs schon bis zur Kniekehle gerollt. Ich strecke es so weit raus, wie es geht und es überschreitet dabei die magische Matrazengrenze.

Tut die guuuuhuuuut, die kühle Luft….

Dieses Mal ist es mir die Grenze egal.

Einfach schlafen jetzt. Sofort. Bitte!!!

Das Hirn räuspert sich.

Es sagt nichts und wartet einfach mal ab.

Es kennt mich leider ziemlich gut.

……………

Ich stelle es mir wieder vor.

……..

Ach man verdammt.

Ich ziehe das Bein zurück.

Nun liegt es zumindest wieder innerhalb der Grenze.

Hier ist es safe, denken ich und mein Hirn. Wir sind beruhigt.

Ich seufze oder stöhne oder beides, jap wieder und mir wird klar, wie bescheuert das doch alles wieder ist.

Mein Hirn sieht das anders.

Die Ängste sind völlig gerechtfertigt, findet es.

Denn egal wie alt du bist, es ist nie verkehrt, die Angst vor Monstern im Bett oder im Schrank nicht ganz zu verlieren.

Dass man sich das Kind in einem bewahren soll, hatte ich mir allerdings irgendwie anders vorgestellt…

denke ich noch, während ich es endlich erreiche.

Endlich bin ich wieder da…

in meinem Schli-Schla-Schlummerland.

Dank Einhaltung der magischen Matrazengrenzen ganz ohne Angst, dass mich etwas an meinem linken Bein streifen könnte.

Schön, dass das eigene Tun immer so viel Sinn ergibt!

Gute Nacht!

Hütet euch vor den Monstern…..

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